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DAS ZAHNEPOS

Zahnarzt Delyan Kukurinkov
(Praxisinhaber)


Hafnersmarkt 7
91801 Markt Berolzheim



Ausgeschlagene Zähne und abgeschlagene Zahnteile können mitunter wieder eingesetzt oder angeklebt werden. Den Zahn auf keinen Fall abwaschen / abreiben, sondern mit dem Zahn – so wie er ist – schnellstmöglich zum Zahnarzt. Den Zahn ggf. in H-Milch einlegen. Noch besser: In der Apotheke gibt es sogenannte "Zahnrettungsboxen" mit der passenden Nährlösung.

Eis, Smoothies & Co.: Wie Frühlings- und Sommergetränke Ihre Zähne beeinflussen

01.05.2026

Eis, Smoothies & Co.: Wie Frühlings- und Sommergetränke Ihre Zähne beeinflussen

Wenn die Temperaturen steigen, greifen viele Menschen automatisch zu erfrischenden Getränken: fruchtige Smoothies, Eiskaffee, Limonaden oder ein kühles Eis. Sie sorgen für Genuss und Abkühlung – können jedoch auch Auswirkungen auf unsere Zahngesundheit haben. Gerade in der warmen Jahreszeit lohnt es sich daher, einen genaueren Blick darauf zu werfen, wie typische Frühlings- und Sommergetränke unsere Zähne beeinflussen und worauf man beim Konsum achten sollte.

Fruchtig, aber oft sehr zuckerhaltig

Smoothies gelten als gesund und sind besonders im Frühling und Sommer sehr beliebt. Sie enthalten Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe aus Obst und Gemüse. Gleichzeitig steckt in vielen Smoothies jedoch eine beträchtliche Menge an Fruchtzucker. Dieser kann von den im Mund vorkommenden Bakterien in Säuren umgewandelt werden. Die Folge: Der Zahnschmelz wird angegriffen, und das Risiko für Karies steigt.

Hinzu kommt, dass Smoothies oft langsam getrunken werden. Je länger zuckerhaltige Flüssigkeiten im Mund bleiben, desto mehr Zeit haben Bakterien, schädliche Säuren zu bilden. Wer Smoothies genießt, sollte sie deshalb möglichst zügig trinken und anschließend ein Glas Wasser nachtrinken. Das hilft, Zuckerreste von den Zähnen zu spülen.

Säuren – eine unterschätzte Gefahr

Viele Sommergetränke enthalten nicht nur Zucker, sondern auch Säuren. Besonders Zitrusfrüchte, Beeren, Limonaden oder Eistees weisen einen niedrigen pH-Wert auf. Diese Säuren können den Zahnschmelz direkt angreifen und zu sogenannter Zahnerosion führen. Dabei wird die schützende Oberfläche der Zähne langsam abgebaut.

Das Problem: Zahnerosion verursacht zunächst keine Schmerzen und bleibt deshalb oft lange unbemerkt. Erst wenn der Zahnschmelz dünner wird, reagieren Zähne empfindlicher auf Kälte oder Süßes. Um das Risiko zu reduzieren, empfiehlt es sich, säurehaltige Getränke nicht über längere Zeit hinweg zu „nippen“, sondern in kürzerer Zeit zu trinken.

Eiskaffee, Milchshakes und Co.

Cremige Sommergetränke wie Milchshakes, Frappés oder Eiskaffee sind für viele ein fester Bestandteil sonniger Tage. Sie enthalten jedoch häufig viel Zucker und manchmal auch Sirup oder gesüßte Kondensmilch. Diese Kombination kann die Entstehung von Plaque fördern – einem bakteriellen Belag auf den Zähnen, der langfristig Karies und Zahnfleischprobleme begünstigen kann.

Ein weiterer Faktor ist die Temperatur. Sehr kalte Getränke können bei empfindlichen Zähnen kurzfristige Schmerzen auslösen. Das liegt oft daran, dass der Zahnschmelz bereits leicht angegriffen ist oder freiliegende Zahnhälse vorhanden sind.

Eis – Genuss mit Maß

Auch Speiseeis gehört für viele Menschen zum Sommer einfach dazu. Problematisch sind vor allem Sorten mit hohem Zuckergehalt oder klebrigen Zutaten wie Karamell, Schokolade oder Fruchtsirup. Diese bleiben leicht an den Zähnen haften und bieten Bakterien eine ideale Grundlage.

Das bedeutet jedoch nicht, dass man komplett auf Eis verzichten muss. Entscheidend ist der bewusste Umgang damit. Ein Eis als gelegentlicher Genuss ist in der Regel unproblematisch, wenn anschließend auf eine gute Mundhygiene geachtet wird.

Praktische Tipps für zahngesunden Sommergenuss

Mit ein paar einfachen Gewohnheiten lassen sich viele Risiken für die Zähne reduzieren:

  • Wasser nachtrinken: Nach süßen oder säurehaltigen Getränken hilft ein Glas Wasser, Rückstände aus dem Mund zu spülen.
  • Nicht sofort Zähne putzen: Nach stark säurehaltigen Getränken sollte man etwa 30 Minuten warten, bevor man die Zähne putzt. Direkt danach ist der Zahnschmelz vorübergehend weicher.
  • Strohhalm verwenden: Bei Limonaden oder Eistee kann ein Strohhalm helfen, den direkten Kontakt mit den Zähnen zu reduzieren.
  • Zuckerarme Varianten wählen: Ungesüßter Eistee, Wasser mit frischen Früchten oder verdünnte Fruchtsäfte sind zahnschonendere Alternativen.
  • Regelmäßige Zahnpflege: Zweimal tägliches Zähneputzen und die Verwendung von Zahnseide bleiben die wichtigste Grundlage für gesunde Zähne – auch im Sommer.

Fazit

Frühlings- und Sommergetränke sorgen für Erfrischung und Genuss, können aber auch Herausforderungen für die Zahngesundheit darstellen. Besonders Zucker und Säuren spielen dabei eine entscheidende Rolle. Wer bewusst genießt, auf eine gute Mundhygiene achtet und kleine Schutzmaßnahmen in den Alltag integriert, kann Smoothies, Eis und andere Sommerklassiker weiterhin unbeschwert genießen – und gleichzeitig seine Zähne langfristig gesund halten.